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Ein Eisbär tötete einen Techniker einer Wetterstation auf Franz Joseph Land, dies berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Die Inselgruppe liegt nur 1.000 vom Nordpol entfernt und ist bis auf wenige Forschungsstationen unbewohnt.

Krenkel-Wetterstation
Auf der Wetterstation E.T. Krenkel auf Franz-Josef-Land endete der Eisbären-Angriff auf einen Meteorologen tödlich.

Ein Eisbär hat auf Franz Josef Land den Wissenschaftler Michail Eremkin angefallen und dabei getötet. Der Meteorologe wollte wie jeden Abend kurz nach Sonnenuntergang die Messgeräte ablesen, welche einige Meter von der Wetterstation E.T. Krenkel auf Franz-Josef-Land entfernt stehen. Auf dem Weg dorthin wurde Michael Eremkin vom Eisbären angefallen. Biologen vermuten, dass die Tiere aufgrund des Klimawandels weniger Nahrung finden und sich deshalb immer näher an bewohnte Orte wagen.

Eisbaerenpopulation-Spitzbergen
Die Population von Ostgrönland bis Severnaja Semlje zählt ca. 5.000 Eisbären.

Die Kollegen des Meteorologen, wollten das aggressive Tier zwar mit Pistolenschüssen noch vertreiben. Doch Michael Eremki war bereits tot. Seine Leiche soll in etwa einem Monat von einem Versorgungsschiff nach Murmansk gebracht werden. Nach dem Zwischenfall wurde der Eisbär von den Behörden zum Abschuss frei gegeben, um weitere Zwischenfälle auf der Station zu vermeiden. In Russland gelten Eisbären als schützenwerte Spezies und unterliegen einem Abschussverbot. Die Eisbären auf Franz Josef Land gehören zur Population die im Gebiet Ostgrönland bis Severnaja Semlja verbreitet ist und auf ungefähr 5.000 Tiere geschätzt wird.

Erst Anfang August 2011 hatte ein Eisbär auf Spitzbergen einen jungen Briten getötet. Nach Angaben russischer Medien kamen zudem Anfang September im Nordosten Russlands zwei Menschen bei einem Eisbären-Angriff ums Leben. Ebenfalls in Spitzbergen wurden im Sommer 2010 zwei Kajakfahrer attackiert. Nur durch einen gezielten Schuss kam es da nicht zu einer Katastrophe, der Eisbär überlebte nicht!