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Im äussersten Norden Europas liegt der Svalbard-Archipel, eingebettet zwischen Nordkap und Nordpol. Auf einer Fläche von über 60‘000 Quadratkilometer findet sich alles, was die Arktis ausmacht, vom Rentier bis zum Eisbären. Daher ziehen die Inseln jedes Jahr zehntausende von Touristen an. Der Tourismus hat sich mittlerweile zur zweitwichtigsten Branche auf Svalbard entwickelt und entsprechend werden Infrastrukturprojekte geplant.

Der grösste Ort im von Norwegen verwalteten Inselarchipel ist Longyearbyen mit etwa 2‘000 Einwohnern. Er ist das auch das Verwaltungs- und Touristenzentrum Svalbards.
Der grösste Ort im von Norwegen verwalteten Inselarchipel ist Longyearbyen mit etwa 2‘000 Einwohnern. Er ist das auch das Verwaltungs- und Touristenzentrum Svalbards.

In den nächsten Jahren sind drei neue Hotels in Longyearbyen, dem Hauptort des Svalbardarchipels geplant. Der Marktführer und grösste Firma im Bereich Tourismus, Spitsbergen Travel, hat konkrete Pläne, um im Zentrum Longyearbyens ein neues Grosshotel zu errichten. Knut Harald Holst-Hansen, der Geschäftsführer von Spitsbergen Travel sagt: «Die Pläne sind schon sehr weit fortgeschritten und auch das Finanzielle ist geregelt. Das einzige ist noch der aktuelle Standort. Da arbeiten wir daran.»

Das Radisson Blu Hotel ist gegenwärtig eines der wenigen grösseren Hotel auf Spitzbergen. (Foto: Spitsbergen Travel)
Das Radisson Blu Hotel ist gegenwärtig eines der wenigen grösseren Hotel auf Spitzbergen. (Foto: Spitsbergen Travel)

Spitsbergen Travel ist in Kontakt mit der Lokalverwaltung Longyearbyen Lokalstyre. Detaillierte Pläne des neuen Hotelprojektes sind vorhanden, werden jedoch noch nicht veröffentlicht, bevor ein Platz gefunden ist. Zwischen 150 und 200 neuen Hotelzimmer, sollen allein in diesem Hotel entstehen. Etwa 300 Millionen norwegische Kronen wird Spitsbergen Travel in den kommenden Jahren für Übernachtungsmöglichkeiten investieren. Auch die Hotelkette «Thon» und die asiatische Investorin Po Lin Susan Lee haben grosse Pläne in Longyearbyen und werden zukünftig mit Hotelprojekten präsent sein. Unser Spitzbergen-Korrespondent Marcel Schütz meint: «Sicherlich ein grosser Gewinn für den Tourismus auf Spitzbergen, gleichzeitig werden aber auch viele neue Herausforderungen bewältigt werden müssen. Das grosse Angebot an Hotelräume wird die Kosten der Übernachtungen senken und mehr Menschen werden gleichzeitig die Faszination Spitzbergen erleben dürfen.» Er meint jedoch weiter: «Es wird mehr Flüge geben und auch ein vielfältigeres Angebot an Aktivitäten. Die sehr empfindliche Natur der Inselgruppe wird jedoch noch besser geschützt werden müssen und noch strengere Regeln werden sich durchsetzen. Wer weiss, vielleicht wird dann auch eine Touristengrenze gesetzt.»

Quelle: Svalbardposten