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Bislang war die nördlichste Bierbrauerei der Welt in Tromsø. Die norwegische Firma «Mack» beanspruchte für ihr Hopfengebräu diesen Titel. Dies dürfte sich in Bälde ändern. Geplant ist ein Neubau auf Spitzbergen.

Angeblich soll in diesem Neubau die nördlichste Bierbrauerei eingerichtet werden.
Angeblich soll in diesem Neubau die nördlichste Bierbrauerei eingerichtet werden.

Den Titel dürften die Norweger bald los sein, wenn es nach den Plänen der Initianten einer Brauerei auf Spitzbergen geht. Die geplante Bierbrauerei in der Russische Bergbausiedlung Barentsburg, wird den Titel als «nördlichste Brauerei-Stadt» wohmöglich übernehmen. Das Projekt liegt auf 78° nördlicher Breite und etwa 10 km östlich der Mündung des Isfjorden auf Spitzbergen. Erste offizielle Informationen über das Projekt, gibt es auf unsere Nachfrage aber erst ab dem Frühjahr 2013, noch ist alles geheim.

Die trostlosen Gebäude von Barentsburg sollen durch Künstlerhand etwas Lebensfreude in der Ort bringen.
Die trostlosen Gebäude von Barentsburg sollen durch Künstlerhand etwas Lebensfreude in der Ort bringen.

Barentsburg ist die einzige noch bewohnte Ortschaft der Russen auf Spitzbergen. 1912 wurde das erste Haus von einer norwegischen Firma erbaut und durch die Niederländische Firma «Nederlandsche Spitsbergen Compagnie» (NESPICO) 1932 an die Russische Staatliche Firma Trust Arktikugol (Арктикуголь) weiter verkauft. Insgesamt wird die Bedeutung von Barentsburg für die Russen immer geringer. Hatte der Ort in den 1990er Jahren noch zwischen 1.100 und 1.450 Einwohner, waren es 2002 noch 900 Einwohner, deren Zahl bis Anfang 2010 auf nur noch 400 Einwohner sank.

Heute ist Barentsburg eine Familienstadt mit zirka 350 Einwohnern, meist Russischer und Ukrainischer Herkunft und 27 Kinder. Seit dem letzten Jahr, geniesst Barentsburg eine Renovation von vielen Gebäuden. Unteranderem die Schule, die durch einen Künstler aus St. Petersburg mit Russischer und Spitzbergen Kultur vermischt bemalt wird, sowie das Hotel, das Trust Arktikugol Hauptgebäude und Wohnblöcke.

Quelle: Marcel Schütz, www.aaos.ch