pn en

In Zukunft rapide Meereisverluste in der Arktis

Die Schmelzsaison in der Arktis wird immer länger gemäss den neuesten Ergebnissen einer Studie. Im Durchschnitt wird die Saison, während derer das Meereis abschmilzt, um Tage pro Jahrzehnt länger werden. Zu diesem Resultat kommt Professor Julienne Stroeve vom University College London (UCL). Die Analysen von Satellitenaufnahmen zeigen, dass der Arktische Ozean immer mehr Sonnenenergie absorbiert im Sommer, was zu einer immer später einsetzenden Meereisbildung im Herbst führt. In einigen Regionen kann dies sogar bis zu 11 Tagen später pro Jahrzehnt sein als es bisher war.

Weiterlesen ...

Gewinner und Verlierer des Klimawandels

Ein neuer Bericht der Wildlife Conservation Society (WCS), der Naturschutzgesellschaft der USA, hat einen Blick auf den Gefährdungsgrad von 54 Vogelarten in Alaska durch die Effekte des Klimawandels bis zum Jahr 2050 geworfen. Die Beurteilung zeigte, dass zwei Arten, der Gerfalke, die grösste Falkenart und die Gewöhnliche Eiderente mit grösster Wahrscheinlichkeit als «stark gefährdet» und sieben weitere Arten als «mittelmässig gefährdet» eingestuft werden müssen. Auf der anderen Seite werden fünf Arten zahlenmässig zunehmen und von der Erwärmung profitieren werden.

Weiterlesen ...

Belugas, die blind machen

Einen weiteren Fall, bei dem neue Erreger arktische Tierarten befallen hatten, präsentierten Grigg und Raverty bei Belugas, bei denen der Befall mit Toxoplasma gondii, dem Erreger der Toxoplasmose, festgestellt wurde. Normalerweise sind Katzen der Endwirt dieses Parasiten, doch die Krankheit ist einer der Hauptgründe für Blindheit bei Menschen.

Weiterlesen ...

Kegelrobben sterben an Parasiten

Die Eisdecke der Arktis ist auf bestem Wege, sich aufgrund des Klimawandels aufzulösen. Sowohl die Menge wie auch die Dicke des arktischen Meereises nehmen von Jahr zu Jahr ab. Dies hat für alle Bewohner dramatische Konsequenzen, vor allem durch den Verlust des angestammten Lebensraumes. Doch nun scheint eine weitere Gefahr durch den Meereisverlust zu drohen: ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Eine Forschungsgruppe der Universität British Columbia in Kanada hat verschiedene Krankheitserreger in arktischen Tieren gefunden, die normalerweise dort nicht auftreten.

Weiterlesen ...

Umweltschäden in Franz Josef Land

Während der Sowjetzeit war das Franz-Josef-Land militärisches Sperrgebiet. Davon zeugen noch heute so manche Altlasten. Die seit Jahren vorbereitete und ab 2011 in Gang gekommene Beseitigung der schlimmsten Umwelt-Altlasten aus jener Zeit sind noch immer in vollem Gange. Franz Josef Land soll zudem zu einem Naturpark umfunktioniert werden.

Weiterlesen ...

Robbenevolution in neuem Licht: Warum Männchen grösser und stärker sind als Weibchen

Ein Teil der bekannten Robbenarten haben einen bemerkenswerten Geschlechterunterschied und ein damit einhergehendes Fortpflanzungssystem. Schon lange fragte man sich, wie, wann und warum diese teilweise massiven Unterschiede entstanden waren. Für Thomas Cullen von der Carleton Universität wurde diese Frage Teil seiner Masterarbeit, die er unter der Leitung der Paläontologin Dr. Natalia Rybczynski durchgeführt hatte – und fand eine Antwort darauf.

Weiterlesen ...

Wie wärmen sich Eisbären? Alles eine Frage der Gene

Eisbären sind die Ikonen und die Könige der Arktis. Das grösste Landraubtier der Erde besticht aber nicht nur durch seine Grösse und sein Aussehen, sondern auch durch seine Lebensweise. Sie trotzen den eisigen Temperaturen scheinbar mühelos, anders als ihre Verwandten. Doch wo liegt das Geheimnis dieser Temperaturtoleranz? Bisher war man der vor allem der Meinung, dass es die Fettschicht und das dichte Fell ist. Doch so einfach scheint die Geschichte nicht zu sein, wie eine neue Studie der Universität Buffalo zeigt.

Weiterlesen ...

Kaltwasserkorallen vor Grönland entdeckt

Durch reinen Zufall haben kanadische Wissenschaftler ein Korallenriff mit lebenden Kaltwasserkorallen im südlichen Grönland entdeckt. Die Doktorandin Helle Jørgensbye von der Dänischen Technischen Universität (DTU) Aqua hat das Riff weiter untersucht. Das erste jemals beschriebene grönländische Riff liegt an der Südwestküste Grönlands und wurde durch Kaltwasserkorallen mit ihren harten Kalkskeletten gebildet. Es gibt mehrere Arte von Korallen in Grönland, aber nun hat man zum ersten Mal ein richtiges Riff entdeckt.

Weiterlesen ...

Russische Driftstation auf Eis gelegt

Zum ersten Mal seit 10 Jahren wird Russland keine schwimmende Forschungsstation in der Arktis haben. Als Grund werden gestiegene Gebühren von Atomflot für die Nutzung ihrer Atomeisbrecher genannt.

Weiterlesen ...

Neue Akteure im Ökosystem der Arktis

Biologen des AWI haben zum ersten Mal nachgewiesen, dass sich in den arktischen Gewässern westlich Spitzbergens auch Flohkrebse aus dem wärmeren Atlantik fortpflanzen. Diese überraschende Entdeckung deute auf einen möglichen Wandel der arktischen Zooplankton-Gemeinschaft hin, berichten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Fachzeitschrift Marine Ecology Progress Series. Leidtragende dieser «Atlantifikation» des Arktischen Ozeans dürften vor allem Seevögel, Fische und Wale sein. Der Grund: Die eingewanderten Flohkrebse sind mit einer Körperlänge von etwa einem Zentimeter kleiner als ihre arktischen Artgenossen und als Beute weniger nahrhaft.

Weiterlesen ...