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Arktis - Überraschende Klimabilanz

Seit der letzten Eiszeit haben die sogenannten Thermokarst-Seen in den arktischen Permafrost-Gebieten der Atmosphäre mehr Treibhausgase entzogen, als sie zuvor bei ihrer Entstehung ausgestossen hatten. Dieses überraschende Forschungsergebnis präsentiert ein internationales Wissenschaftlerteam heute in einer Online-Veröffentlichung des Fachmagazins Nature. Die Forscher hatten bis zu 10.000 Jahre alte Bodenablagerungen aus nordsibirischen Seen untersucht und erstmals die Kohlenstoff-Gesamtbilanz für mehrere hunderttausend Gewässer berechnet. Ihr Fazit: Die durch die Klimaerwärmung nach der letzten Eiszeit entstandenen Tauwasser-Seen emittierten zwar kurzfristig grosse Mengen Methan. Auf lange Sicht aber kühlten sie das Klima der Arktis, indem sie 1,6-mal mehr Kohlenstoff aufnahmen und speicherten als sie zuvor abgegeben hatten. Eine wärmer werdende Arktis könnte diesen Prozess jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder umkehren.

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Untersuchungen über rätselhafte Walross-Erkrankungen ohne Schuldigen eingestellt

Vor einigen Jahren fanden Forscher kranke Walrosse und andere Robben an den Küsten Alaskas vor. Während die Robben besonders stark unter der rätselhaften Krankheit litten, waren Walrosse zwar erkrankt, aber nur einige starben daran. Die Untersuchungen über, was die Wissenschaftlern, «ein ungewöhnliches Mortalitätsvorkommnis» nannten, starteten 2011. Die befallenen Tiere zeigten Symptome wie blutende Hautläsionen, Atembeschwerden, Lethargie und Haarausfall. Die guten Neuigkeiten sind nun, dass seit letztem Jahr kein Walross mit Symptomen mehr gefunden wurde. Daher wurden die Untersuchungen jetzt bei Walrossen eingestellt, gemäss einer gemeinsamen Mitteilung der NOAA und dem Fish and Wildlife Service. Doch die Ursache der Erkrankung bleibt weiterhin ein Rätsel.

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Eisbärin Kara wanderte durch die halbe Arktis

Einigen Eisbären, die jedes Jahr vom norwegischen Polarinstitut mit Sendern ausgestattet werden, kann man schon seit längerem auf einer Internetseite des WWF auf ihren Wanderungen folgen. Oft bleiben die Eisbären über einen Zeitraum in einem mehr oder weniger kleinen Gebiet. Aktuell schlägt aber Eisbärin Kara alle bekannten Rekorde. Sie wurde im Januar 2013 auf einem Gletscher zwischen Hornsund und Hamberbukta betäubt und mit einem Sender ausgestattet. Seitdem hatte Kara eine unglaubliche Wanderung von 3703 Kilometern durch die russische Arktis gemacht.

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Arktische Invasoren auf Spitzbergen

Die Einführung neuer Arten in bestehende, isolierte und recht artenarme Ökosysteme hat sich immer als problematisch oder sogar katastrophal erwiesen. In Spitzbergen ist das Thema aktuell nicht so dramatisch wie etwa in Südgeorgien. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens sind Flora und Fauna artenreicher und bereits besser an pflanzenfressende Tiere beziehungsweise Raubtiere angepasst. Zweitens ist die natürliche Einwanderung durch Wind und Meeresströmungen in der Arktis aufgrund der geographischen Verhältnisse deutlich verbreiteter als auf den sehr isolierten Inseln der Antarktis, wo Wind und Wasser mehr zur Isolierung als zur Anbindung an wärmere Regionen beitragen.

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Der Stosszahn des Narwals dient als Sinnesorgan

Die markanten und in der Tierwelt einzigartigen Stosszähne der Narwale dienen den Tieren als sensibles Sinnesorgan, mit dem sie Veränderungen in ihrer Umgebung wahrnehmen können. Diese These konnten Forscher nun bestätigen. Narwale sind im Nordpolarmeer, besonders westlich und östlich von Grönland, um Spitzbergen und nördlich der sibirischen Küste verbreitet.

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Schmelztümpel auf Meereis werfen einen Blick in die Zukunft

Das arktische Meereis schwindet seit Jahrzehnten immer weiter. Der Rückgang ist stärker als von den Wissenschaftlern und ihren Modellenvorhergesagt wurde. Der Grund dafür ist wohl das mangelnde Verständnis des Systems und fehlende Zusammenhänge. Eine Forschungsgruppe der Universität Reading (UK) hat vielleicht die Antwort gefunden: Schmelzwassertümpel auf dem Eis führen zu einer positiven Rückkoppelung und verstärken das Abschmelzen. Mehr noch: Die Gruppe kann aufgrund der Tümpelbildung auf dem Eis im Frühjahr vorhersagen, wie stark das Eis am Ende des Sommers zurückgegangen sein wird.

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Nördlichste Quelle der Welt entdeckt

Kanadische Forscher haben in einer der kältesten Regionen der Welt die nördlichste Wasserquelle entdeckt, welche trotz extrem vereister Umgebung Wasser liefert. Die Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel. Damit ist ihnen eine sensationelle Entdeckung gelungen, da es eigentlich in solchen Regionen keine Wasserquelle mit flüssigem Wasser geben kann.

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Toter Eisbär durch Betäubung?

Zunächst schien es nur der Lauf der Natur gewesen zu sein, als Einwohner aus Longyearbyen in der Petuniabukta, in der Nähe von Pyramiden, am 7. April 2014 einen toten Eisbären fanden. Bald darauf zeigte sich aber, dass das Tier kurz zuvor, am 4. April, von Wissenschaftlern des Norwegischen Polarinstituts zu Forschungszwecken betäubt worden war.

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In Zukunft rapide Meereisverluste in der Arktis

Die Schmelzsaison in der Arktis wird immer länger gemäss den neuesten Ergebnissen einer Studie. Im Durchschnitt wird die Saison, während derer das Meereis abschmilzt, um Tage pro Jahrzehnt länger werden. Zu diesem Resultat kommt Professor Julienne Stroeve vom University College London (UCL). Die Analysen von Satellitenaufnahmen zeigen, dass der Arktische Ozean immer mehr Sonnenenergie absorbiert im Sommer, was zu einer immer später einsetzenden Meereisbildung im Herbst führt. In einigen Regionen kann dies sogar bis zu 11 Tagen später pro Jahrzehnt sein als es bisher war.

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Gewinner und Verlierer des Klimawandels

Ein neuer Bericht der Wildlife Conservation Society (WCS), der Naturschutzgesellschaft der USA, hat einen Blick auf den Gefährdungsgrad von 54 Vogelarten in Alaska durch die Effekte des Klimawandels bis zum Jahr 2050 geworfen. Die Beurteilung zeigte, dass zwei Arten, der Gerfalke, die grösste Falkenart und die Gewöhnliche Eiderente mit grösster Wahrscheinlichkeit als «stark gefährdet» und sieben weitere Arten als «mittelmässig gefährdet» eingestuft werden müssen. Auf der anderen Seite werden fünf Arten zahlenmässig zunehmen und von der Erwärmung profitieren werden.

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