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Ruderkrebse - Zeit für den Aufstieg

Genetische Uhren in Zooplanktonarten regulieren die vermutlich grösste tägliche Bewegung von Biomasse. Der Ruderfusskrebs Calanus finmarchicus richtet seinen Tag nach einer genetischen Uhr aus, die unabhängig von äusseren Reizen funktioniert. Diese Uhr beeinflusst Rhythmen des Stoffwechsels sowie die tägliche Vertikalwanderung der Krebse. Das hat einen enormen Einfluss auf das gesamte Nahrungsnetz im Nordatlantik, denn Calanus finmarchicus ist dort eine zentrale Planktonart. Je nachdem, wo sich der energiereiche Krebs gerade befindet, müssen sich auch seine Fressfeinde aufhalten. Die Ergebnisse der Studie erscheinen nun im Fachjournal Current Biology.

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Erstmalige Aufnahmen über das Fressverhalten von Narwalen

Narwale gehören mit Abstand zu den mysteriösesten Meeressäugern. Obwohl die Tiere schon seit Jahrhunderten bekannt sind und auch von Menschen genutzt und bejagt werden, ist relativ wenig über die Lebensweise dieser arktischen Walart bekannt. Vor allem der Stosszahn hat die Fantasien der Menschen immer angeregt. Jetzt haben Forscher der kanadischen Fischerei zum ersten Mal Videoaufnahmen gemacht, die zeigen, dass Narwalbullen tatsächlich auch ihre Stosszähne zum Fischen benutzen.

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Genaustausch zwischen Bärenarten häufiger als angenommen

Die Vermischung von Eis- und Braunbären scheint leichter zu sein, als bisher angenommen. Senckenberg-Wissenschaftler haben mit Hilfe mehrerer zoologischer Gärten das komplette Erbgut von vier Bärenarten sequenziert. Damit liegen erstmalig die vollständigen Genome aller Bärenarten vor. Die Analyse des Forscherteams zeigt, dass ein Genfluss zwischen den meisten Bärenarten möglich ist. In der heute im Fachjournal „Nature Scientific Reports“ erscheinenden Studie stellen die Wissenschaftler daher auch das bisherige Artenkonzept für Bären in Frage.

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Sprung ins Glück: Warum Lummenküken sich in die Tiefe stürzen

Ein Lummenküken zu sein ist schon schwer. Man wächst auf einem kleinen Felssims auf einer hohen Klippe in der Arktis auf, umringt von Tausenden von Vögeln, wird Füchsen und Eismöwen und sogar Eisbären gejagt. Doch noch schlimmer ist es, wenn man sich bis zu hundert Meter und mehr in die Tiefe stürzen muss, bevor die Flügel ausgewachsen sind. Dieses Verhalten, der Lummensprung, hat Wissenschaftler immer wieder beschäftigt. Nun scheint man eine Antwort darauf gefunden zu haben.

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Stichlinge in Alaska brüten öfter wegen Klimawandel

Der Klimawandel hat auf viele polare Arten einen negativen Effekt, vor allem in der Arktis, die sich zweimal schneller erwärmt, als der Rest der Welt. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass verschiedene Lebensaspekte betroffen sind, darunter auch die Fortpflanzung. Doch eine Langzeitstudie von Forschern der Universität Washington hat gezeigt, dass eine der häufigsten Süsswasserfischarten in Alaska sein Brutverhalten durch den Klimawandel verändert hat. Dies könnte die gesamte Ökologie der nördlichen Seen beeinflussen, die bereits den Klimawandel zu spüren kriegen.

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Svalbards Rentiere schrumpfen weiter

Svalbard ist ein kleines Abbild der Arktis. Besonders Rentiere, die im englischen Sprachraum oft als die Zugpferde von Santa Klaus dienen, sind eine der Ikonen Svalbards. Die Tiere sind aber kleiner und stämmiger als die gewöhnlichen Festlandrentiere. Nun haben Ökologen herausgefunden das genau diese kleinen Svalbardrentiere aufgrund des Klimawandels noch weiter schrumpfen.

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Grauwale in Russland kommen langsam zurück

Der vom Aussterben bedrohte westliche Grauwal, der in den Gewässern des russischen Fernen Ostens lebt, zeigt langsame Zeichen der Erholung. Doch die Populationszahlen und ihr Lebensraum sind immer noch durch industrielle Aktivitäten in der Region bedroht, wie in einem neuen Bericht steht. In den letzten 12 Jahren hat Sakhalin Energy grosse Anstrengungen unternommen, um die Auswirkungen auf die Wale und die fragile Umwelt durch seine Operationen zu reduzieren. In dieser Zeit ist die Walpopulation um 3 – 4% pro Jahr gewachsen und ist von 115 Tiere (2004) auf 174 (2015) angestiegen.

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Überraschende neue Geschäftsmöglichkeiten für Grönland dank Klimawandel

In den letzten Jahren sind vermehrt Makrelen in den Gewässern Grönlands aufgetaucht und im Zuge davon entstand ein neuer und wichtiger Fischereizweig. Die ersten Makrelen wurden in Grönland 2011 gefangen und nur gerade drei Jahre später ist die Makrelenefischerei mit ihren 23 Prozent Exportanteil zu einem der wichtigsten Fischereindustrien geworden und exportierte 78‘000 Tonnen in die Welt.

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Mehr Grolars und Pizzlies könnten bald die Arktis durchwandern

Vor einigen Wochen war in Arviat, Nunavut, Kanada, ein lokaler Inuit auf der Jagd nach Eisbären. Doch was er gejagt hatte, war kein gewöhnlicher Eisbär, sondern ein Hybrid zwischen Eis- und Grizzlybär. Dies bedeutet die dritte bestätigte Sichtung dieses Mischwesens und jetzt debattieren Wissenschaftler über die Zukunft von Eisbären im Angesicht des Klimawandels.

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Iss jetzt, bezahl später: Verzögerte Erwärmungseffekte der Arktis bei Zugvögeln

Knuttstrandläufer sind eine bemerkenswerte Vogelart, die jedes Jahr mehr als 5‘000 Kilometer weit fliegen. Von ihren Brutgebieten auf der Taimyr-Halbinsel im russischen Sibirien fliegen die Watvögel bis nach Mauretanien oder sogar bis Australien oder Neuseeland, je nach Unterart. Aufgrund der sich erwärmenden Arktis werden die Tiere immer kleiner und einer neuen Studie zufolge bezahlen die Vögel den Preis für diese Verkleinerung erst, wenn sie in ihrem Winterquartier im Süden ankommen.

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