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Vor 45 Jahren, im November 1969, landeten die ersten 6 Frauen gemeinsam am Südpol. Die Frauen waren: Pamela Young aus Neuseeland, die als Feldmitarbeiterin für ihren Ehemann im Antarktisprogramm Neuseelands mitarbeitete; Lois Jones, eine Geochemikerin von der Ohio State Universität, die eine rein weibliche Gruppe, bestehend aus Terry Lee Tickhill Terrell, Eileen McSaveney und Kay Lindsay, zur Erforschung von See in den Dry Valleys leitete; und noch Jean Pearson, eine Reporterin der Detroit Free Press.

Die ersten Frauen, die ihre Füsse im November 1969 auf den Südpol setzen waren (von links nach rechts): Pamela Young, Lois Jones, Terry Tickhill, Eileen McSaveney, Kay Lindsay und Jean Pearson zusammen mit Konteradmiral D. F. Welch. Credit: Konteradmiral Kelly Welch, der diese offiziellen US Marine Bilder zur Verfügung stellte (www.southpolestation.com ).
Die ersten Frauen, die ihre Füsse im November 1969 auf den Südpol setzen waren (von links nach rechts): Pamela Young, Lois Jones, Terry Tickhill, Eileen McSaveney, Kay Lindsay und Jean Pearson zusammen mit Konteradmiral D. F. Welch. Credit: Konteradmiral Kelly Welch, der diese offiziellen US Marine Bilder zur Verfügung stellte (www.southpolestation.com ).

In den späten 1960er Jahren war es für Wissenschaftlerinnen undenkbar, zum Inlandeis Antarktikas zu reisen. Bis dahin war Antarktika eine Männerwelt, aber durch die Frauenrechtsbewegung änderten sich die Dinge. In den Vereinigten Staaten hob die Marine 1969 offiziell das Verbot auf, Frauen in die Antarktis zu fliegen. Vertreter der National Science Foundation, die bis dato den Frauen verboten hatten, in der Antarktis zu arbeiten, begannen, Forscherinnen einzuladen, Forschungsanträge einzureichen. Während der Saison 1969 – 1970 wurden darauf Frauen in die Antarktisprogramme der USA und Neuseelands aufgenommen. Doch bevor sie ihre Feldarbeit aufnehmen konnten, wurden sie aus PR-Gründen zum Südpol geflogen. Das Medieninteresse war riesig und als die Laderampe der LC-130 sich öffnete, traten alle 6 Frauen gemeinsam auf das Eis, so dass keine der Damen alleine den Titel der Ersten Frau am Südpol hatte. Nachdem sie für unzählige Bilder posiert hatten und eine Tour durch die Amundsen-Scott-Station erhalten hatten, flogen sie zurück zur McMurdo-Station und danach weiter zu ihren entsprechenden Feldbasen.

Frauen Suedpol

Obwohl sie nicht an der Reise zum Südpol teilgenommen hatte, war auch Dr. Christine Muller-Schwarze, eine Psychologin der Utah State Universität während dieser Saison auf dem Eis. Sie studierte das Pinguinverhalten zusammen mit ihrem Mann, ebenfalls Wissenschaftler. Zusammen waren also sieben Frauen in jener Saison. Aber nachdem sich die Tore geöffnet hatten durch diese Pionierinnen, kamen immer mehr Frauen nach Antarktika. Heutzutage sind Frauen in Antarktika immer noch in der Minderheit und einige kämpfen immer noch gegen Vorurteile, aber die Dinge haben sich geändert. Rund 10 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter sind Frauen heutzutage und bei den Unterstützungsteams kann diese Zahl bis auf 30 Prozent ansteigen auf einigen Stationen.

Quelle: «Women in Antarctica», URL: http://www.nzhistory.net.nz/media/photo/women-antarctica, (Ministry for Culture and Heritage), updated 22-Jul-2014

Link: http://www.southpolestation.com/trivia/igy2/welch/jones.html