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Eisberge schaden der Artenvielfalt

Ein rascher Anstieg der Häufigkeit von Eisbergen hat im flachen Meeresboden rund um die West-Antarktischen Halbinsel gravierende Spuren hinterlassen und beeinflusst die Vielfalt und Lebenserwartung von winzigen Meerestierchen. Deren Bestand hat sich in den letzten 12 Jahren mehr als halbiert.

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Neuentdeckung am Meeresgrund

Seit kurzem erscheinen auf den Seekarten des Südatlantiks und des Weddellmeers die Namen zweier zuvor unbekannter Unterwasserberge: «Madiba Seamount» und «Nachtigaller Shoal». Bei der Namenswahl folgte das Sub-Committee on Undersea Feature Names (SCUFN) auf seiner diesjährigen Tagung in Monaco den Vorschlägen von zwei Wissenschaftlern des AWI. Diese hatten die Berge vergangenes Jahr auf Polarstern-Expeditionen in die Antarktis entdeckt.

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Meereswinde halten die Antarktis kalt und Australien trocken

Während in der Arktis aufgrund des Klimawandels das Eis praktisch im Sekundentakt wegschmilzt und die Alarmglocken geschlagen werden, scheint in grossen Bereichen des antarktischen Kontinents kein Effekt sichtbar zu sein. Diese Diskrepanz wird gerade von Klimawandelskeptikern gerne als Beweis genommen, dass kein Klimawandel und keine steigenden Treibhausgase existieren. Doch eine neue, von der australischen Nationalen Universität ANU durchgeführte Studie erklärt nun, warum die Antarktis sich nicht so stark erwärmt wie andere Kontinente. Gleichzeitig zeigt sie auch, warum es in Südaustralien zu immer mehr Trockenzeiten kommt.

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Entkorken der Ost-Antarktis führt zu Anstieg des Meeresspiegels

Das Abschmelzen bereits einer kleinen Menge Eis an der ostantarktischen Küste könnte eine grosse Wirkung haben – nämlich dass grosse Eismassen unaufhaltsam jahrtausende lang in den Ozean fliessen und damit den Meeresspiegel ansteigen lassen. Dies zeigt eine jetzt von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) veröffentlichte Studie in Nature Climate Change. Die Ergebnisse beruhen auf Computersimulationen des antarktischen Eisflusses mit verbesserten Daten zum Untergrund der Antarktis.

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Vogelgrippevirus bei Pinguinen entdeckt

Einem internationalen Team von Wissenschaftlern ist es zum ersten Mal gelungen, einen Vogelgrippevirus in einer Gruppe von Adéliepinguinen in Antarktika nachzuweisen. Dieser Virus, der keinem anderen in der Vogelwelt zirkulierenden Virustyp entspricht, ist diese Woche in einer Studie beschrieben worden, die in mBio®, der web-basierten Fachzeitschrift der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie, veröffentlicht wurde.

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Neuer riesiger Eisberg vor der Antarktis

Riesige Eisberge sind in der Antarktis keine Seltenheit. Die Eisschelfe entlang der Küste des Kontinents produzieren immer wieder grosse Tafeleisberge, die an Schelfeikanten abbrechen. Hin und wieder sind darunter richtig grosse Brocken, wie zum Beispiel im Jahr 2000, als der B15 mit einer Fläche von 11'600 km2 im Rossmeer abgebrochen war. Seit dem letzten November ist im Pine Island Eisschelf unterhalb der antarktischen Halbinsel ein neuer Eisberg abgebrochen. Mit einer Fläche von rund 660 km2 ist der von den Forschern der NASA als B31 benannte Berg grösser als der Bodensee.

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Macquarie Island offiziell Schädlings-frei

Die Insel Macquarie südöstlich von Tasmanien steht aufgrund ihrer einzigartigen Flora und Fauna auf der Weltnaturerbe-Liste. Doch Ratten, Mäuse und Kaninchen, die von Menschen dort eingeschleppt wurden, hatten die Vogel- und Pflanzenwelt stark geschädigt. Um der Plage Herr zu werden wurde ab 2007 ein massives Ausrottungsprogramm gestartet. Mit Erfolg: Die Insel gilt ab sofort als Schädlings-frei.

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Rentiere auf Südgeorgien sind endgültig Geschichte

Die Verwaltung von Südgeorgien hat bekanntgegeben, dass das Grossprojekt, die nicht einheimischen Rentiere von der Insel zu entfernen, erfolgreich zu Ende gebracht worden ist. Das Projekt, welches während zweier Südsommer durchgeführt worden war, beinhaltete das Entfernen von über 6'600 Rentieren von der Insel.

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Kollabierendes Schelfeis wegen Schneemangel

Einige der grossen und kleinen Eisschelfe des antarktischen Kontinents sind in Gefahr, in den nächsten 200 Jahren komplett zu auseinanderzubrechen, weil durch die Erwärmung ihre Schneedecke abnimmt. Ihr Zusammenbruch würde die Menge an Eis in die Meere vergrössern und zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen. Zu diesen Ergebnissen sind Forscher der Universität von Utrecht (Niederlande) und der British Antarctic Survey gekommen. Eine schnelle Reduktion der Treibhausgase könnte einige dieser Eisschelfe noch retten, schreiben sie in ihrer Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of Glaciology erschienen ist.

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Lebensraum Schelfeis: Neue Arten erstaunen Forscher

Der grösste Teil der Tiere der Antarktis sind aquatisch und leben mit dem Eis. Forschungsexpeditionen finden immer wieder neue Arten in diesem extremen Lebensraum. Doch was das Team des ANDRILL (Antarctic Geological Drilling) bei Bohrungen im Schelfeis des Rossmeeres entdeckt haben, erstaunt die Biologen in höchstem Mass: Tausende und abertausende von kleinen Seeanemonen, eingegraben in der Unterseite des Eisschelfs, ihre Tentakel ins eiskalte Wasser streckend wie Blumen an einer Decke.

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